D'r Zoch kütt oder ein geheimnisvoller Fall von höherer Bahnmathematik

Und hier ein kleines Rätsel für die Comfort-Kunden unter euch Bahnfahrern: Wie kann es sein, dass man 15 Minuten früher am Ziel ankommt, obwohl der Zug 45 Minuten Verspätung, pardon Fahrzeitverlängerung hat?

Die Lösung liegt übrigens nicht im Bilde. Das zeige ich nur, um auf die Bedeutung von Fluchtlinien aufmerksam zu machen, die den Betrachterblick durch das Bild lenken. Bitte ebenfalls beachten: Die Begrenzung am rechten Rand, die verhindert, dass die Augen aus dem Bild sausen …

Das ist natürlich alles Quatsch. Unsere Augen lassen sich nicht an Linien wie an einer Leine entlang durch das Bild führen. Wir gucken einfach direkt dorthin, wo etwas Interessantes im Bild passiert: Hell-Dunkel- oder Farbkontraste, Gesichter, Figuren, Schrift und so weiter.

Entsprechend „lesen“ wir ein Bild (in unserem Kulturkreis!) auch nicht von rechts nach links. Wir lernen recht früh, Bilder zu erfassen – sehr viel früher, als wir lesen lernen. Und die Augen sausen auch nicht aus dem Bild, wenn sie nicht durch eine Begrenzung davon abgehalten werden.

Solche Weisheiten stammen von Menschen, die nicht kreativ fotografieren können und keine Ahnung von menschlicher Wahrnehmung haben.