Für mich soll's rote und grüne Farbfehler regnen (Aus der Reihe: Zu Unrecht unterschätztes Rastatt)

Beim Fotografieren durch ein Objektiv hindurch (das anerkannte Standardverfahren), kann es zu allerlei Abbildungsfehlern kommen, auch Aberrationen genannt: kissen- und tonnenförmige Ver­zeichnungen, sphärische Aberrationen, so tolle Fehler wie „Koma“ und eben auch Farbfehler (chromatische Aberrationen).

Solche Farbfehler entstehen bevorzugt bei offener Blende an kontrast­reichen Kanten von Objekten. Farbfehler äußern sich als roter oder grüner Saum entlang eben solcher Kanten. In obigem Bild hatte ich das große Glück, gleich beide Farbfehlerfarben einfangen zu können, weil ich die Blende voll aufgerissen habe, um den Hintergrund in Unschärfe verschwimmen zu lassen.

Eigentlich gelten Farbfehler bei den Fotografierern als technischer Mangel und sie können außerdem leicht in der Bildbearbeitung beseitigt werden. Aber mir wiederum ist eigentlich völlig wurscht, als was das irgendwem gilt.